EM

Fußball EM: DFB-Frauen auf Titeljagd

Mehr Zuschauer, mehr Preisgeld, mehr Favoriten: Der Hype um die Frauen-EM ist riesig. Das am Mittwoch startende Turnier soll als das bislang beste in die Geschichte eingehen.

Autor: DOSB
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 Mittwochabend, Old Trafford, über 71.000 Zuschauer: Im Theater der Träume fällt vor einer Rekordkulisse der Startschuss für die Frauen-Europameisterschaft. Der legendäre Fußball-Tempel, jener magische Ort, an dem bis zuletzt Cristiano Ronaldo dem Ball hinterherjagte, ist mit Bedacht gewählt. Die Endrunde in England wird ein Turnier der Superlative - der Frauenfußball stößt in neue Dimensionen vor.

Die bevorstehende EURO, das betonte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg im FAZ-Interview, bedeute "die riesige Chance, auf einer großen Bühne äußerst attraktiven Sport zu zeigen. Die Aufmerksamkeit auf den Frauenfußball zu lenken und die nächsten Schritte zu machen." Und Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften, meint: "England investiert sehr viel in den Frauenfußball. Deshalb ist dieses Turnier zur richtigen Zeit in diesem Land." 

Vor allem aber auf dem Rasen soll das Spektakel auf der Insel die vergangenen Turniere in den Schatten stellen. Nicht bloß Voss-Tecklenburg glaubt, "dass es sportlich die engste und qualitativ hochwertigste EM" sein wird. Die Zeiten, in denen es praktisch nur um Platz zwei hinter Rekordeuropameister Deutschland (acht EM-Triumphe) geht, sind längst vorbei.

Diesmal haben mit Spanien, England, Frankreich, den Niederlanden, Schweden, Dänemark, Norwegen und dem deutschen Team gleich acht Mannschaften das Potenzial für den großen Wurf. "Das gab es in der Form, zumindest aus meiner sportlichen Perspektive, noch nie", sagt Voss-Tecklenburg.

Auch wenn die Bundestrainerin sich vor dem DFB-Start am Freitag (21.00 Uhr/ZDF und DAZN) gegen den EM-Zweiten Dänemark mit einer Kampfansage schwer tut. Von der Dominanz früherer Jahre war zuletzt nicht mehr viel zu sehen, bei der vergangenen EM und WM war im Viertelfinale Schluss. "Wir wollen das Maximum holen und bis zum Schluss bleiben", sagt Chatzialexiou dennoch und lebt den Optimismus selbst vor: "Ich habe für 28 Tage gepackt."

(Text: sid)